Wie realistisch ist CSI?
Wie realistisch ist CSI?

EURAC junior lädt zum Vortrag mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke


Der CSI-Detective wird zu einem abgelegenen Leichenfundort gerufen. Das Opfer ist bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Mit seiner Hightech-Ausstattung kann er am Tatort jedoch sofort DNA-Spuren sicherstellen, die er wiederum in Windeseile mit einer digitalen Datenbank abgleicht. Moderne Untersuchungsmethoden und die Genetik eröffnen der Kriminologie auch in der Realität ganz neue Möglichkeiten. Aber wie realistisch sind die spektakulären TV-Krimiserien? Einen Einblick in den Arbeitsalltag von echten Tatortermittlern gibt Mark Benecke am Dienstag, 29. November um 20 Uhr in der EURAC.


Fast aussichtslose Mordfälle sind das Aufgabengebiet des Kölner Kriminalbiologen und Spezialisten für forensische Entomologie (Insektenkunde). „Jeder Tatort ist eine Fundgrube an Beweisen. Man sieht sie nicht auf den ersten Blick, aber Maden und Fliegen, können wichtige Antworten geben“, erklärt Mark Benecke, der für seine Arbeit einen stabilen Magen benötigt. Selbst kleinste Lebewesen oder DNA-Spuren auf einer Leiche können den entscheidenden Hinweis liefern und den Täter entlarven. Aber wie gehen Kriminalbiologen vor? Mark Benecke entführt in seinem Vortrag an der EURAC das Publikum an echte Tatorte, zeigt Fotos und erklärt Schritt für Schritt seine akribischen Vorgehensweisen.
Er selbst wirkt ebenfalls, als sei er soeben einer TV-Serie entstiegen: Mit Sonnenbrille und Tätowierungen am ganzen Oberkörper entspricht er nicht ganz dem Bild des klassischen Wissenschaftlers. Der Forensiker wird bei zahlreichen Mordfällen unter anderem auch in den USA als Sachverständiger hinzugezogen. Zusammen mit dem russischen Geheimdienst soll er sogar Adolf Hitlers mutmaßliche Schädeldecke und Gebiss untersucht haben. Mark Benecke hat zusätzlich zum Studium der Biologie, der Zoologie sowie der Psychologie, diverse polizeitechnische Ausbildungen im Bereich der Gerichtsmedizin in den USA absolviert, darunter auch die FBI-Academy.
Mark Benecke ist als „Madendoktor“ durch Fernsehauftritte (Johannes B. Kerner, Pro Sieben - Stern TV, RTL – Autopsie, SAT1 – Oliver Pocher Show, PRO7 – TV Total) und seine populärwissenschaftlichen Büchern bekannt geworden.


Die Teilnahme an der Veranstaltung, die von EURAC junior organisiert wird, ist kostenlos. Für Schulklassen hält Mark Benecke bereits am Nachmittag von 14.30 bis 16.00 Uhr einen Vortrag über den genetischen Fingerabdruck. Um Anmeldung für den Nachmittagsvortrag wird unter junior@eurac.edu oder 0471 055 025 gebeten.


EURAC junior, das Wissenschaftsvermittlungsprogramm für Schüler wird ermöglicht durch die Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol sowie der Stiftung Südtiroler Sparkasse.

Termin:
Dienstag, 29 November 2011 20:00 - 21:30