Wo sich Solarstrom selber machen lohnt
Wo sich Solarstrom selber machen lohnt
Auftakttreffen an der EURAC für neues Projekt zum Solarpotential in Südtirol und in Graubünden

Welche Zonen sich besonders eignen um Solarstrom zu erzeugen, können Interessierte in Südtirol und in Graubünden in absehbarer Zeit aus Solarpotential-Karten erfahren, die aus Satellitendaten der neuesten Generation abgeleitet werden. Im neuen Interreg-Projekt PV Alps erforscht die EURAC in den nächsten zweieinhalb Jahren zusammen mit den Schweizer Partnern die verfügbare Sonnenenergie in den Alpen und wie sie sinnvoll genutzt werden kann.

Die Leitung des Projekts liegt beim EURAC-Institut für Angewandte Fernerkundung „Der Blick aus dem All ermöglicht es wie keine andere Methode aktuelle, flächendeckende und präzise Daten über den Zustand von Erdoberfläche, Atmosphäre und Sonneneinstrahlung zu gewinnen“, erklärt die Projektleiterin Anke Tetzlaff vom EURAC-Institut für Angewandte Fernerkundung Sie sei eine unabdingbare Ergänzung zu den Messwerten am Boden. Am morgigen 7. Februar kommen die Projektpartner zu ihrem Auftakttreffen an der EURAC zusammen.

„Im Projekt PV Alps greifen wir auf die langjährige Erfahrung unserer Schweizer Partner in diesem Bereich zurück. Wir werden die Klimadaten von 1998 bis heute auswerten und einen neuen Algorithmus zur Berechnung der Solarstrahlung entwickeln, der unter anderem auch Bewölkung, Verschattung und atmosphärische Trübungen berücksichtigt“, erläutert die Projektleiterin. Für Südtirol und Graubünden werden die Forscher die Satellitenkarten mit zwei mal zwei Kilometer Auflösung auf 100 Meter herunterskalieren, damit sie die speziellen Verschattungsbedingungen etwa durch die Berge in den Alpen und kleinräumige Details sichtbar werden.

Mit am Projekt arbeitet auch das EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement Es ist für den raumplanerischen Part zuständig und erarbeitet einen Leitfaden, der den Gemeinden und Planern als Orientierungshilfe bei der Standortsuche für Photovoltaikanlagen dient.

Die Projektpartner in PV Alps sind:




Termin:
Dienstag, 7 Februar 2012, EURAC
Für weitere Informationen:
Anke Tetzlaff, tel. 0471 055382,